Zirkel1
Beschreibung: Auf dem runden Podest oder Tischchen rechts im Vordergrund liegt vor dem Globusgestell ein metallener Zirkel, dessen Spitzen knapp über den Podestrand hinausragen. Die beiden gleichlangen Zirkelschenkel sind durch ein Gewinde mit Stelleinrichtung verbunden, wodurch die Justierbarkeit der Schenkel erreicht wird.
Kulturgeschichtlicher Zusammenhang: Bereits in der griechischen Antike wurde außer dem Lineal der Zirkel zur Konstruktion geometrischer Objekte benutzt. Im Unterschied zu vielen anderen bereits in der Antike bekannten Errungenschaften der Technik blieb der Zirkel auch über die Völkerwanderung hinaus in Gebrauch, vermutlich weil er zur Konstruktion von Bauten unentbehrlich war. Von daher ist der Zirkel ein Instrument der Baumeister wie auch ein Unterrichtsmittel, dessen Erscheinung sich nicht prinzipiell, sondern nur in der Verbesserung der Handhabung änderte.
Deutung: Gemäß seiner Funktion ist der Zirkel ein Symbol der menschlichen Fähigkeit zur Planung, d.h. zum Denken über die unmittelbare Gegenwart hinaus und zum Entwurf alternativer Zukunftsgestaltungen. In der mittelalterlichen Buchmalerei erscheint häufig Gott als Baumeister mit dem Attribut des Zirkels, d.h. er erscheint als der Schöpfer, der die Ordnung der Welt geplant und geschaffen hat.
1 http://de.wikipedia.org/wiki/Zirkel [entnommen 17.3.2012]