Partitur
Beschreibung: Auf dem fast den gesamten Mittelgrund einnehmenden Tisch liegt eine aufgeschlagene Partitur, deren Notierungen nur teilweise zu sehen sind, da Teile des aufgeschlagenen Notenbuches durch darauf liegende Gegenstände verdeckt sind. Sie sticht durch die weißen Seiten deutlich hervor.
Kulturgeschichtlicher Zusammenhang: Partituren, auch Notationen genannt, gibt es vermutlich schon in der Antike; erwiesen ist die Existenz für das 2. Jh.v.Chr. Mit der Völkerwanderung ging zunächst die Fähigkeit zu Notationen unter, bis dann in frühmittelalterlichen Klöstern neue Systeme zur Notation von gregorianischen Chorälen, die sog. Neumen, erfunden und eingeführt wurden. Ursprünglich wurden Noten nur als Zeichen niedergeschrieben; im 11. Jh. kamen dann Notenlinien und Notenschlüssel hinzu. Mehrstimmige Musikstücke wurden in sog. Partituren aufgeschrieben, die es ermöglichten, die Notation für jede Stimme gleichzeitig zu sehen.
Deutung: Noten stellen den Versuch dar, Musik dauerhaft zu machen und die Harmonie der Töne zu perpetuieren. Ohne dass Noten gespielt werden, bleibt die Musik jedoch leblos, wird sie gespielt, vergehen die Töne, da der Schall flüchtig ist. Daher kann die Partitur als Symbol für die Fruchtlosigkeit der menschlichen Versuche, etwas Flüchtiges dauerhaft zu machen, gesehen werden.