Sebastian Stosskopf (auch Stoskopff)1

  • geb. 13.7.1597 in Straßburg, + 10.2.1657 in Idstein

  • Vater war im Dienst der Stadt Straßburg tätig als berittener Kurier und als Fürstenbegleiter (heute: als Adjutant eines Diplomaten zu bezeichnen)

  • 1614 beginnt Sebastian Stosskopf eine Lehre bei dem Straßburger Maler und Kupferstecher Friedrich Brentel

  • 1615 beginnt er eine Lehre bei dem Maler Saniel Soreau in Hanau; dort wird er mit dem Genre Stilleben bekannt gemacht

  • 1619 übernimmt er nach dem Tod seines Meisters die Werkstatt

  • ca. 1622-1639 Aufenthalt in Paris, unterbrochen durch eine Italienreise

  • um 1629

  • 1639 Rückkehr nach Straßburg wegen zunehmender religiöser Auseinandersetzungen in Paris; Eintritt in die Zunft der Maler, Kupferstecher und Kunsthandwerker

  • ab 1650 enge Verbindung zu dem lutherischen Grafen Johannes von Nassau und Idstein; der Graf fördert Stosskopf als Mäzen

  • 1657 wird Stosskopf in einem Wirtshaus in der Nähe von Idstein aus Geldgier ermordet

  • Stosskopf gilt als einer der bedeutendsten deutschen Stilleben-Maler seiner Zeit

1 vgl. Kindlers Malerei Lexikon im dtv, Bd. 11., München 1976, S. 289 f.