Wanduhr
Beschreibung: Die Wanduhr wurde aus massivem, dunklem Holz gefertigt und weist viele gedrechselte Ornamente auf. Da die gesamte Uhr länger als die Portraits ist, wird sie eine ungefähre Größe von 1,20 Meter bis 1,50 Meter haben. Der Sockel verläuft spitz zulaufend. Auf dem Sockel steht turmartig das Uhrengehäuse. Auf diesem befindet sich eine Spitze zur Verzierung. Das Ziffernblatt, welches undeutlich zu erkennen ist, ist rund. Insgesamt ergibt sich ein solides und dennoch edel wirkendes Uhrenmodell.
Kulturgeschichtlicher Zusammenhang: Ende des 14. Jahrhunderts fanden sich die ersten Uhren in geschlossenen Räumen. Sie glichen einer verkleinerten Turmuhr, die aus Eisen hergestellt wurde und anfänglich noch kein Gehäuse besaß.
Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das schwere Eisen immer mehr durch das besser zu verarbeitende Messing ersetzt, wobei auf die äußere Dekoration der Uhren jetzt auch mehr Wert gelegt wurde.
Am Ende dieses Jahrhunderts fertigte man die ersten Schwarzwälder-Uhren an, die ein geschnitztes Ziffernblatt auf einem hölzernen Rahmen hatten.
Diese Schwarzwälder Uhren waren vor allem in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein sehr begehrtes Uhrenmodell.
Deutung:  Bei diesem Gegenstand spielt das äußere Erscheinungsbild eine besondere Rolle. Das eigentlich Entscheidende, das Ziffernblatt, ist eher schlicht, wohingegen das Gehäuse besonders repräsentativ aufgebaut ist. Die Größe und die aufwendige Bearbeitung des Holzes deuten darauf hin, dass es keine einfache Uhr ist, sondern sie nur für Personen mit gewissen finanziellen Mitteln zu erwerben ist. Der Wohlstand und Reichtum sowie der Drang zu etwas Extravaganten sollen durch die Uhr ausgedrückt werden.