Sekretär mit Vasen und Stuhl und Beistelltisch
Beschreibung: Der Sekretär steht im Vordergrund des Bildes an der rechten Wand. Auf dem Sekretär befindet sich ein Schrankaufsatz mit zwei Holztüren. Auf diesem geschwungenen Schrankaufsatz stehen zwei weiße Vasen, die mit einem Muster verziert sind. Am Rand befinden sich zwei Säulen, die die Schranktüren hervorheben. Die geschlossene Schreibklappe liegt schräg auf.  Die Schrankbeine sind ebenfalls geschwungen. Der Schrank wirkt durch seine Breite sehr imposant und schwer. Der leicht im Raum stehende Stuhl wirkt im Gegensatz zu den anderen Stühlen eher schlicht. Seine Beine sind nur geringfügig verziert und auch das aufliegende Stuhlkissen sieht einfach aus. Auf dem kleineren Beistelltisch, der aus einer mit einem Ziergriff besetzten Schublade und einer Abstellplatte besteht, stehen mehrere kleine Bilderrahmen, die ungleichmäßig verteilt sind. Stuhl, Schreibschrank und Beistelltisch sind aus dunklem Holz gemacht und wurden alle einer Drechslung unterzogen.
Kulturgeschichtlicher Zusammenhang: Der Sekretär war schon im 18. Jahrhundert sehr bekannt und auch sehr populär. Dennoch galt er als Luxusobjekt. Das Möbelstück entwickelte sich aus dem Kabinettschrank, der damals auch in ähnlicher Form vorhanden war. Beim Design des Sekretärs gibt es vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und viele Formen und Arten. Sekretäre wurden vornehmlich in Salons und privaten Bibliotheken aufgestellt.
Deutung: Der Schreibschrank steht für die geistige Arbeit, der Wilhelm von Bode nachkam. Seine Frau nutzte diesen hingegen zur Korrespondenz mit Bekannten oder Verwandten. Sie pflegte diese Kontakte durch Briefverkehr. Die Breite und Größe des Schrankes, sowie seine Position im Bild verdeutlichen den hohen Stellenwert des Sekretärs im Leben der Familie von Bode.