Tisch
Beschreibung: Auf der linken Seite des Bildes befindet sich ein Tisch, welcher üppig für den Tee am Nachmittag gedeckt ist. Der Tisch ist bedeckt mit einer großen weißen Tischdecke, welche an den Tischbeinen herunter hängt. Es sind eine Teekanne sowie ein Teeservice und Teegebäck auf dem Tisch zu erkennen. Am unteren Rand des Tisches liegt ein dunkelbrauner Hut, welcher mit einer langen Feder geschmückt ist und mit einem Schal verbunden ist.

Kulturgeschichtlicher Zusammenhang:

  • Teekanne: Die Teekanne und der Behälter für das Teewasser bestehen aus Silber. Silber war in der damaligen Zeit ein Indiz für Wohlstand, nicht alle Familien konnten sich dieses Material leisten.

  • Teeservice: Das Gedeck ist aus Keramik, die Oberfläche wurde mit braun-goldenen Mustern verziert. Diese Muster lassen sich als griechische Schlüsselmuster identifizieren. Die Teelöffel sind, genau wie die Teekanne, aus Silber.

  • Teegebäck: Zu der Tradition des Nachmittagstees gehörte Teegebäck untrennbar dazu. Zu der britischen Lebensart gehört das Teetrinken bereits seit dem 17. Jahrhundert und besonders der Nachmittagstee wird oftmals zelebriert. Unaromatisierter schwarzer Tee wird bevorzugt, oftmals wird er auch mit Milch getrunken. Das typische Teegebäck ist ein Hefegebäck, welches in verschiedenen Variationen mit serviert wird.

  • Hut: Der dunkelbraune Strohhut gehört der Frau, Hüte waren ein typisches Modeaccessoire. Geschmückt wird der Hut mit einer auffälligen, länglichen Feder, welche mit dem helleren Farbton einen Kontrast zum Hut bildet. Es könnte sich bei den Federn um die Federn eines Emus handeln.

Deutung: Dieser üppig gedeckte Tisch symbolisiert den Wohlstand dieser Familie. Sowohl die Materialien der Teekanne als auch des Teeservices deuten daraufhin, dass sich diese Familie der oberen Mittelklasse den Luxus von Silber leisten kann. Dies ist eine Konsequenz der andauernden Industrialisierung während des viktorianischen Zeitalters. Es lässt sich zwar nicht genau einordnen, ob diese Familie zu den Großindustriellen oder zu den kleineren Landbesitzern zählt, jedoch erkennt man, dass sie ein Leben mit hohen Standards führen.