Die Mutter
Beschreibung: Der Mittelpunkt des Bildes ist die Frau, welche rechts von dem gedeckten Tisch steht und den Nachmittagstee vorbereitet. Ihre Haltung ist aufrecht und vornehm, sie steht dem Betrachter zugewandt und blickt als einzige Person des Bildes den Betrachter direkt an. Ihre Haare sind zu einer ordentlichen Hochsteckfrisur gebunden, eine dicke geflochtene Strähne umrahmt ihren Kopf. Ihr Ausdruck ist zufrieden, sie wirkt ruhig und entspannt sowie etwas zurückhaltend. Als Ohrschmuck trägt sie korallfarbene Steine, welche in Gold gefasst sind, auch ihr Halskragen wird von einem korallfarbenen Stein zusammengehalten. Sie trägt ein blau-weiß gestreiftes Satinkleid, eine Knopfleiste sowie schwarze Laschen aus Samt verzieren ihr Kleid. Das Kleid ist so geschnitten, dass ihre Silhouette eine Dreiecksform erhält. Um die Schultern hat sie einen beige-goldenen Schal gelegt, dieser ist mit einem türkischen Muster versehen. 
Kulturgeschichtlicher Zusammenhang: Das Äußere der Frau ist typisch für die Zeit, in der das Bild entstand. Während des viktorianischen Zeitalters wurden Frisuren, die besonders ordentlich und schlicht waren, aber denn noch weiblich, als sehr schick empfunden. Hierfür wurden die Haare in Bananenform hochgesteckt und durch ein Haarnetz am Haar fixiert. Zudem trugen die Frauen oft ein Korsett bzw. Korsagen, um ihre weibliche Figur zu betonen, indem die Taille besonders schmal geschnürt wurde.
Deutung: Die Frau steht für die „gut gekleidete Frau“ während der viktorianischen Zeit. Sie ist in feine Stoffe gekleidet und trägt besonderen Schmuck. Auffällig ist, dass sie sich sehr fein und mit Bedacht kleidet, obwohl sie „nur“ mit ihren Kindern in den Park geht, um den Nachmittagstee im Freien zu genießen. Nur Frauen, welche der oberen Mittelschicht angehören, können es sich leisten, sich auch in ihrer „Freizeit“ sehr vornehm zu kleiden. Die Frau geht  ihrer Aufgabe gewissenhaft nach, die Familie zu präsentieren. Sie ist sehr darauf bedacht, sich und ihre Kinder als wohlhabend und gut erzogen zu präsentieren. Dies ist auch an ihrer Haltung zu erkennen, sie hält ihren Schal so zusammen, dass ihre  schmale Figur betont wird.