Männer

Beschreibung: Der Mann auf der linken Seite, der jüngere Mann, sitzt leicht vorgebeugt in einer offenen Haltung dem Fernseher zugewandt auf dem Sofa neben seiner Frau. Sein linker Arm verschwindet hinter seiner wahrscheinlichen Ehefrau, der rechte Arm liegt angewinkelt auf dem Wohnzimmertisch. Er trägt  einen feinen Anzug, ein weißes Hemd und eine Krawatte und dazu schwarze Lackschuhe mit kleinem Absatz. Er hat volles kurzes Haar und eine scheinbar makellose Haut auf markanten Gesichtszügen.

Der ältere Mann auf der rechten Seite im Bild sitzt in einem separaten Sessel mit Armlehne. Er beugt sich stark auf die linke Seite, zu der Frau, die wahrscheinlich seine Tochter ist, hin. Sein Sessel ist direkt neben dem großen Fernsehapparat platziert, sodass er nur durch seitliche Anlehnung den Fernsehbildschirm betrachten kann. Der ältere Herr hat eine breitbeinig-offene Haltung eingenommen und berührt mit seiner linken Hand den Fernseher. Er trägt, wie der jüngere Mann einen Anzug und Lackschuhe. Sein Gesicht ist rundlich, er hat schütteres Haar und die Lachfalten drücken seine Freude über den neuen Fernseher aus.

Kulturgeschichtlicher Zusammenhang: Die Herrenmode revolutionierte sich nicht so schnell wie die Damenmode, Männer trugen weiterhin alte Uniformen und Anzüge. Dieser Kleidungsstil blieb eher konventionell mit Kombinationen von dezenten Hemden, Sakkos und Krawatten.  Nach amerikanischen Vorbild wurden die Schultern stark betont und die Hüften waren schmal. Kleidung war für Männer eher zweckmäßig und praktisch, sollte aber trotzdem korrekt aussehen. Zudem gehörten Hüte zum ewigen Begleiter des Mannes.
Deutung: Die Männer fügen sich ebenfalls mit klassischen Anzügen dem strengen und konventionellen Kleidungsstil dem Modetrend ihrer Zeit ein. Sie nehmen eine offene Haltung ein und bestaunen den Fernseher als Symbol für den von ihnen ökonomisch erarbeiteten Wohlstand. Ihre Positionen im Bild rahmen ihre Ehefrau und Tochter ein, sodass ein familiäres Gefüge entsteht.