Bänder

Beschreibung: In den Händen der Adligen, auf dem Tisch und in einer Kiste auf dem Boden befinden sich Bänder in verschiedenen Farben. Das grünliche Band in den Händen der Dame fällt locker über ihre Hände auf den Schoß. Es scheint, als ob es genauso wie das Kleid, aus Seide bestehe. Es wird neugierig von der Adligen betrachtet.

Die Bänder auf dem Tisch scheinen, als ob sie ohne Rücksicht in die flache Schachtel geworfen wurden, denn sie sind ineinander verknotet und hängen teilweise über die Tischkante hinweg. Auch die Bänder in der Kiste sind genauso wenig geordnet und ein rotes und ein blaues Band wurden nicht sorgfältig in die Schachtel gelegt.

Historischer Zusammenhang: Die Bänder im 18. Jahrhundert bestanden meist aus Seide in verschiedensten Farben und dienten zur Verschönerung von Haaren, Kleidern und Hüten. Man konnte durch Wechsel der Bänder Kleidern immer wieder ein verändertes, neues Aussehen verleihen, wodurch die Garderobe wesentlich erweitert wurde.
Deutung: Die Art und Weise, wie die Dame eines der Bänder in der Hand hält, zeigt, dass sie sich ihnen mit Interesse widmet und es der Modistin eventuell abkaufen möchte. Durch die Bänder war es möglich die Kleidungsstücke immer wieder zu ändern und zu individualisieren. Außerdem war Seide ein sehr teurer Stoff und ein Zeichen für Wohlstand und Reichtum. Nur die oberen Schichten konnten sich diesen Stoff leisten.