Mode
Beschreibung: Die Mode der anwesenden Personen wirkt einfach, aber elegant und alltagstauglich. Die Dame im Mittelpunkt mit einem rosa-weiß-gepunkteten Kleid steht dem orientalisch wirkenden Mann gegenüber. Sie trägt ein typisches Kleid des Bürgertums, der Anfang eines Reifrocks ist zu erkennen. Die beiden Damen im rechten Diskussionszirkel tragen auffällig hell-gelbe, aufgeplusterte Kleider, auch der Mann in dieser Gruppe zeichnet sich durch ein auffallendes (rot-gelb-verziert) Gewand aus.  Die restlichen Männer tragen meist lange mantelähnliche Kleidungsstücke mit breiten Ärmeln und Halstüchern.
Kulturgeschichtlicher Hintergrund: Die Modekultur des 17. Jahrhunderts war besonders geprägt durch eine steigende Kultiviertheit und Raffinesse im Bürgertum, sie wirkte durch die verhältnismäßig einfachen Kleider ungezwungen und trotzdem elegant. Es vollzog sich ein allgemeiner Wandel von Steifheit zur Bequemlichkeit und Beweglichkeit.
Deutung: Die Mode repräsentiert Aufklärung in sehr einfacher Form. Sie ist einfach gehalten und somit ein typisches Zeichen des aufgeklärten Bürgertums. Die auffallende Kleidung genannter Personen verweist zusätzlich durch Farblichkeit und Aufmachung auf bestimmte mentale Vorzüge. Die Unterschiede zwischen den Personen zeigt auch unterschiedliche soziale und politische Einstellungen.