Gepäckträger
Beschreibung: Im Hintergrund, etwas weiter rechts vom Goldenen Schnitt, befinden sich zwei Personen bei den Waggons. Einer von ihnen steht mit dem Rücken zum Künstler und der andere befindet sich oben auf dem Waggon. Der obere beugt sich nach vorne und greift mit beiden Händen nach einem fassförmigen Gegenstand.  Bei den beiden Männern scheint es so, dass es sich um Bahnhofsbeamte handelt, da sie einheitlich gekleidet sind und für das Verstauen des Gepäcks verantwortlich sind. Weiterhin fällt auf, dass das verstaute Gepäck etwas zentral gelegen, mit einer blauen Decke überzogen wurde.
Deutung: Bei den beiden Männern handelt es sich wahrscheinlich um Menschen aus der unteren Mittelschicht oder der Unterschicht, die als Gepäckträger fungieren und somit die Möglichkeit besitzen, ohne viel Geld zu reisen. Der Künstler möchte damit zeigen, dass im 19. Jh. alle Schichten der Gesellschaft von dem Ausbau des Eisenbahnnetzes profitierten. Des Weiteren fällt auf, dass das Gepäck geschickterweise auf den Waggons und nicht im Innenraum verstaut wurde, was darauf schließen lässt, dass damals das Know-How fehlte, um im Innenraum das Gepäck so gut zu verstauen, dass auch gleichzeitig möglichst viele Passagiere in einen Wagon passen. Außerdem war dies eine gute Möglichkeit, da die Züge nicht so schnell fuhren, dass das Gepäck runter fallen könnte. Als weitere Absicherungsmaßnahme wurde eine große Decke über das Gepäck gelegt, um es vor Niederschlag zu schützen.