Spiegel
Beschreibung: Im rechten Bildrand ist ein Spiegel zu sehen. Dieser ist etwa wandhoch und so breit wie der Tisch, der vor diesem steht. Ein Holzrahmen, der ein wenig verziert ist, dient als Halterung.

Zusammenhang: Künstlich hergestellte Spiegel sind so alt wie die Menschheit selbst. Zu Beginn des18. Jahrhunderts konnte sich die Gesellschaft kaum Spiegel leisten, da diese viel zu teurer waren.

Der Spiegel ist ein Symbol der Selbsterkenntnis, Klugheit und Wahrheit, denn es muss eine gewisse Intelligenz vorliegen, um sich selbst im Spiegelbild erkennen zu können.

In der Antike galt er daher als Abbild der Seele einer Person, bzw. der Reflexion des eigenen Ichs. Diese konnte sogar darin eingefangen und festgehalten werden. Der Spiegel soll also das „Innere" einer Person nach außen reflektieren und sie dem Betrachter des Spiegelbildes zeigen.

Als sehr altes und tradiertes Motiv spielt der Spiegel in der Gestaltung und Formulierung ebenso eine wichtige Rolle für die Ästhetik.

Die Reflektion im Spiegel ist zugleich Selbst- und Alltagskontrolle, was bedeutet, dass er eine zentralen Einfluss für die Wahrnehmung des Betrachters von sich selbst hat. So kann sich die Person beispielsweise selbst aufwerten, denn sie ist im wahrsten Sinne des Wortes „ansehnlich". Aber die Selbstbetrachtung kann ebenfalls eine Akzeptanz über das, was man ist, zeigen bzw. widerspiegeln, ob man mit seinem Persönlichkeitsfindung zufrieden ist oder daran etwas ändern sollte /möchte. Damit können Spiegelbilder auch als Anregung für neue Betrachtungsweisen gesehen werden.

Deutung: In diesem Bild dient der Spiegel einerseits als Kunstwerk in Anlehnung an die Antike und andererseits als Symbol für die Klugheit und Selbsterkenntnis. Der Betrachter war damit in der Lage in dem Spiegel sich selbst bzw. seinen Charakter zu erkennen. So könnte man ihn als Nachweis für die eigene Humanität sehen.