Bilder/Gemälde
Beschreibung: Auf dem Bild sieht man insgesamt vier Gemälde, eins im linken Bildrand hinter den Büsten und drei am rechten Bildrand. Die Bilder befinden sich in goldbraunen Rahmen, die nicht auffällig verziert sind. Drei der Bilder sind nicht deutlich zu erkennen, das große im linken Bildrand scheint eine Landschaft darzustellen. Es ist ein Horizont/ Himmel in blauer Farbe zu erkennen.

Zusammenhang: Bilder waren früher ebenfalls teuer. Die einfache Bevölkerung konnte sich diese Kunst dementsprechend nicht leisten. Daher ist sind die Bilder ein weiteres Indiz dafür, dass die Personen auf dem Bild wohlhabend sind. Gemalte Kunst gehörte zu den Mitteln der ästhetischen Erziehung des Menschen.

Um den Bildungsaspekt zu erkennen musste die Gemälde wahrgenommen werden, dazu wurden die Bilder in Räumen aufgehängt, die häufig von Gästen oder den Familienmitgliedern aufgesucht wurden. Andererseits dienten sie auch dazu den Status der Besitzer zu zeigen bzw. die dessen Bedeutung in wirtschaftlicher Hinsicht aufzuwerten. In der ästhetische Erziehung sollte die Natur durch die Kunst überwunden werden, welche aber trotzdem wieder Natur ist, um eine Harmonie zu erreichen. Ziel war dabei nicht die simple Abbildung oder Nachahmung der Natur, sondern das Wesen der Dinge zu erfassen. Dazu wurde ebenfalls wieder das Vorbild der Antike betrachtet und somit wandte man sich der antiker Bildkunst zu. Diese diente gleichzeitig auch als Schönheitsideal und sollte den Menschen durch "edle Einfalt und stille Größe" (Winkelmann) prägen. Die Einfalt bezieht sich auf die Einfachheit des dargestellten Stoffes und die stille Größe auf eine verbesserte Geisteshaltung.

Deutung: Die Kunst diente als Veranschaulichung des Ideals für den Menschen. Die Erziehung und Charakterbildung des Einzelnen steht im Vordergrund. Des weiteren soll eine Harmonie bzw. Totalität erreicht werden, um alle menschlichen Kräfte und Fertigkeiten zu einer ausgewogenen Einheit auszubilden. Im Endeffekt wird dadurch eine Verbesserung der Gesellschaft erreicht

Die Bilder haben somit nicht nur eine dekorative Rolle, sondern es gibt auch darüber hinausgehende erzieherische Aspekte.