Scherenschnitt

Beschreibung

Zu sehen ist ein Scherenschnitt, welcher rechts neben dem Spiegel hängt. Er zeigt die Silhouette einer Person. Diese Silhouette wird von einem Kranz aus Blumen umrahmt. Das Ganze ist an einem Rahmen befestigt.

Kultureller Zusammenhang

Der Scherenschnitt wurde ursprünglich vor etwa 2000 Jahren in China entwickelt. Mitte des 18. Jahrhunderts kam diese Technik in Europa an. Er wurde 1757 vom französischen Finanzminister Etienne de Silhouette als günstige Alternative zu teuren Farbgemälden eingeführt. Hierbei werden aus schwarzem Papier die Umrisse der zu portraitierenden Person mit Hilfe einer Schere oder einem speziellen Schnittwerkzeug ausgeschnitten. Scherenschnitte wurden beim Bürgertum im 19. Jahrhundert wegen des erschwinglichen Preises sehr beliebt.

Deutung

Da Kultur und Kunst im eigenen Haus Wohlstand bedeuteten, ist dieser Scherenschnitt der Versuch ein Gefühl von Wohlstand in den eigenen vier Wänden zu erzeugen. Vielleicht ist es auch eine Erinnerung an eine wichtige Person für die Familie oder ein Portrait eines Familienmitglieds. Damit wollen sie der „Oberklasse“ näher kommen, da diese auch Selbstportraits erstellen ließen. Der Scherenschnitt zeigt aber auch, dass die Familie nicht komplett verarmt ist oder es nicht immer war. Somit ist er auch ein Symbol der Sehnsucht nach dem höheren Lebensstandard.