Gestik/Mimik → Passive Person
Beschreibung: Einer der fünf jungen Männer um Schiller denkt auf den Boden blickend über etwas nach, anstatt Schillers Vortrag zu folgen und ihm zuzuhören. Die Person steht ein wenig abseits der anderen an einen Baum gelehnt und seine Arme sind ineinander verschränkt. Aus der Mimik des jungen Mannes kann keine Emotion festgestellt werden.
Deutung: Der junge Mann denkt wahrscheinlich, wie in der Epoche Sturm und Drang üblich, über seinen persönlichen Werdegang nach. Er scheint tief in seinen eigenen Gedanken versunken zu sein. Dies liegt daran, dass dieser junge Mann, welcher aus dem gebildeten Bürgertum stammt, im Sinne der „Jugendbewegung“ den Übergang vom abhängigen Kindesalter über die Jugend in das autonome Erwachsenenalter finden muss. Diese problematische Lebensphase stellt den Jugendlichen vor eine Herausforderung, die so gut und so schnell wie möglich zu meistern ist. Seine Position im Bild verstärkt zudem seine geistige Abwesenheit.