Freundeskreis/Literarischer Zirkel 1
Beschreibung: Dargestellt ist der Freundeskreis der Karlsschüler Jakob Christian Schlotterbeck, Johann Heinreich Dannecker, Joseph Kapf, Friedrich von Hoven, Friedrich Schiller und Viktor Wilhelm Peter Heideloff, welcher nicht auf der Zeichnung ist, da er sie anfertigte. Man könnte diese Freundeskreise als literarischen Zirkel bezeichnen, da sie sich zusammenfinden, um über Kunst, in diesem Fall das Schriftstück „Die Räuber“, zu räsonieren.
Kulturgeschichtlicher Hintergrund: Literarische Zirkel hatten in der Zeit des Sturm und Drang den Zweck Wissenslücken anhand von Roman (Dramen, Erlebnislyrik usw.) zu füllen. Sie waren meist in der gebildeten oberen Mittelschicht, vor allem bei der Jugend, wie zum Beispiel bei Studenten, vertreten. Für die Mitglieder waren sie ebenfalls eine Möglichkeit dem Berufsleben zu entfliehen. Der Zusammenschluss Jugendlicher zu Freundeskreisen diente auch dazu zusammen für ihre politische Denkweise einzustehen und sie zu vertreten. Sie waren gegen die Strikte und Kühle der Aufklärung und gegen Bevormundung und Unterdrückung.
Deutung: Der Freundeskreis der Karlsschüler traf im Wald zusammen, was für die Schätzung der Kunst und das Zeitgemäße des Freundeskreises spricht. Dass sie sich sehr für die Kunst interessieren, der sie sich widmen, ist an den Mimiken und Gestiken zu erkennen, ebenfalls kann man sehen, dass sie sich emotional sehr auf die Literatur einlassen.
1 Vgl: http://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Christian_Schlotterbeck (entnommen: 27.03.2012)