Dreispitz1
Beschreibung: Vier der sechs jungen Männer tragen einen Dreispitz auf dem Kopf.
Kulturgeschichtlicher Zusammenhang: Ein Dreispitz, auch Dreimaster genannt, ist ein Hut, deren Krempe auf drei Seiten nach oben gerichtet ist, weswegen der Hut  eine dreieckige Form annimmt. Der 1690 entstandene Hut war im 18. Jahrhundert stark in Mode und wurde meist über einem Zopf getragen. Besonders Offiziere und der Adel trugen ihn zunächst. Der Dreispitz wurde allerdings nicht nur als Kopfschmuck benutzt, da er die Perücke durcheinander bringen könnte. Somit wurde er von vielen auch einfach unter den Arm geklemmt getragen. Ab den 1720er Jahren wurde der Dreispitz auch in den bürgerlichen Kreisen erschwinglich und beliebt. Der Dreispitz wird heute noch zu traditionellen Gardetänzen getragen, wobei auch der Federbüschel noch vorhanden ist.
Deutung: Der Dreispitz über dem Zopf, den die Charaktere im Bild tragen, symbolisiert ihren gehobenen sozialen Status.
1 Vgl: dtv-Lexikon, Band 4, Seite 193, März 1976  (entnommen: 27.03.2012)