Degen1

Beschreibung: Jede der Personen im Bild trägt einen Degen in einer Degenscheide auf der linken Seite des Gürtels seines Paradeanzuges.

Kulturgeschichtlicher Zusammenhang: Ein Degen ist eine Griffwaffe mit langer, gerader, ein- oder zweischneidiger Klinge und einem Handschutz. Dieser Ausdruck taucht um 1404 im Deutschen auf und geht zurück auf gäl. - brit.: dag = kurzes oder leichtes Schwert).

Die Verbreitung des Degens geschah durch die Vervollkommnung der Fechtkunst um 1500, sodass der Degen das Schwert ab dem 16. Jh. fast völlig ablöst, da ein Degen weitaus schlanker und schneller als ein Schwert ist. 

Der Degen war auch Rangwaffe für Offiziere und Kavalleristen, sowie eine an der Seite getragene blanke Waffe mit langer, gerader, schmaler, ein- oder zweischneidiger Klinge. Er wurde von den Offizieren der meisten Heere getragen.

Degen wurden oft zu Uniformen und Paraden getragen. Dies war ein wichtiger Bestandteil der vollständigen Garderobe von Offizieren und Adligen im 18., 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Deutung: Der Degen gehörte zum Paradeanzug der Karlsschüler. Somit war es die Pflicht eines jeden Karlsschülers einen Degen mit sich zu tragen. Außerdem tragen Degen nur Personen gehobener Klasse, somit wird dadurch nicht nur Einheitlichkeit, sondern auch ein gehobener gesellschaftlicher Stand symbolisiert.

1 http://www.seitengewehr.de/Fachwoerter_der_Blankwaffenkunde.pdf (entnommen: 27.03.2012)