Tapete
Beschreibung: Die gesamten Wände des Raumes sind mit einer türkisfarbigen Tapete gekleidet. Diese ist mit einem typischen Muster aus bräunlichen Ornamenten versehen. Die Wand wird durch das Licht des Fensters erhellt, sodass die Farbe der Tapete eine noch stärkere Wirkung hat.
Kulturgeschichtlicher Zusammenhang: Ursprünglich stammt die Tapete aus dem Orient. Die reichen Monarchen benutzen zunächst jedoch große Wandteppiche, da es nur billige und qualitativ nicht sehr hochwertige Papiertapeten gab. Im 11. Jhd. entstanden preiswerte Ledertapeten, die teilweise geprägt und vergoldet waren. Es folgten Pergamenttapeten und im 14. Jhd. auch Stoffbehänge. 1469 wurden in einigen Ortschaften am Mittelrhein Tapezierversuche vorgenommen. Fladerpapiere stammen aus den Jahren 1580 und 1600. Im 16. Jhd. wurden handbemalte chinesische Tapeten nach Europa importiert. Nachdem diese großen Erfolg erzielten, begann man in England und Frankreich erstmals mit der Herstellung von Papiertapeten und somit entstanden auch die ersten Berufe als Papiertapetenmacher. Zunächst wurden die Tapeten noch per Hand bedruckt. Dies änderte sich, als 1789 die erste Tapetendruckerei in Deutschland errichtet wurde. Nachdem der französische Papiermacher  Nicolas-Louis Robert 1799 eine Maschine patentierte, die der Herstellung von beinahe endlosen Tapetenrollen diente, wurde diese in der Herstellung übernommen. In der Mitte des 19. Jhd. wurde die Massenanfertigung von Tapeten ermöglicht. Ab den 1930er Jahren waren die Tapeten in biedermeierlichen Wohn- und Schlafzimmer nicht mehr wegzudenken. Typisch waren Tapeten mit Blumenmustern/Blumenranken, Ornamenten oder Schleifen.
Deutung: Die auffällig farbige Tapete an der Wand bildet einen Hintergrund zur Familie  und den eher schlichten Möbeln. Somit werden sie in ihrer Wirkung verstärkt.