Großer Spiegel
Beschreibung: Der große Spiegel ist rechts an der Wand des Mittelgrundes zu finden. Sein Rahmen besteht aus dunklem Holz und seine Höhe reicht bis zur Decke. Im oberen Teil des Spiegels sind einige Ornamente in das Holz eingeschnitzt. Auf einer Hervorhebung unten am Spiegel befindet sich eine Vase mit einem Blumenstrauß. In ihm reflektieren sich die Großmutter, welche schräg vor ihm auf einem Stuhl sitzt und ein auf der gegenüberliegenden Seite stehender Holzschrank. Durch das Fenster rechts von dem Spiegel wird er leicht angeleuchtet. 
Kulturgeschichtlicher Zusammenhang: Schon in der Kupfersteinzeit und Bronzezeit wurden Metalle durch Polierung als Spiegel verwendet. Auch im alten Ägypten war der Spiegel von großer Bedeutung und wurde aus polierten Bronze- und Kupferplatten hergestellt. Die ersten Klappspiegel wurden im 4. Jhd. v. Chr. bekannt. Diese wurden auch im alten Rom verwendet, doch die Stiele waren länger. Die erste Spiegelfläche aus Glas wurde von Sidon erfunden; Glasspiegel waren meist rund. Im Mittelalter wurden Spiegel gebildet, indem man Glaskugeln blies. In der frühen Neuzeit war die Entwicklung schon weiter fortgeschritten. Es wurde Quecksilber zur Belegung einer Zinnfolie benutzt. In der Moderne erfolgte die Beschichtung durch Silber und Aluminium. 
Deutung: Der Spiegel steht in diesem Bild vor allem für die Wahrheit, die Wahrheit, wie die häusliche Situation im Biedermeier wirklich war. Durch das Spiegelbild der Großmutter wird diese zudem in den Vordergrund gerückt. Der Spiegel ist durch seine Größe und pompöse Darstellung das größte Element des Bildes und soll dem Raum somit mehr Attraktivität verleihen.