Esstisch
Beschreibung: Links im Eckbereich des Raumes befindet sich ein kleiner Esstisch. Er besteht aus dunklem Holz und besitzt vier Tischbeine. Über der Oberfläche wurde eine bräunliche Tischdecke mit einem Blumenmuster an den Enden ausgebreitet. Über diese wurde noch eine weitere kleine weiße Decke gelegt. Der Tisch ist mit Tellern, Nahrungsmitteln, einer grünen Glasflasche und einer gläsernen Karaffe gedeckt.
Kulturgeschichtlicher Zusammenhang: Bereits in der Antike gab es Tische, die entweder als dekorativer Luxusgegenstand oder als Gebrauchsobjekt verwendet wurden. Die Verbreitung des Tafeltisches erfolgte vor allem von der Zeit des Frühmittelalters bis hin zur Renaissance. Er bestand aus zwei Böcken, auf welche eine lose Tischplatte gelegt wurde. Bei Gebrauch wurde eine Tischdecke über diese Platte gelegt. Charakteristisch für die Spätgotik war der Kastentisch, für die italienische Renaissance der Rundtisch. Im 15. Jhd. wurde der Wangentisch entwickelt. Im 16. Jhd. war der Zargentisch weit verbreitet. Unterschiede gab es bei den verschiedenen Arten des Zargentisches vor allem bei den Tischbeinen. Ein massiverer, ausziehbarer Esstisch war im 17. und 18. Jhd. sehr modern. Im Biedermeier galt der Tisch als das wichtigste Möbelstück. Dort konnte die Familie gemeinsam speisen oder sich einfach zusammen setzen.
Deutung: Der Esstisch war im Biedermeier von großer Bedeutung. An ihm konnte sich die Familie versammeln und zusammen speisen. Symbolisch bedeutet der Tisch also, dass die ganze Familie dort zusammen kommt und vereint ist.