Bilder mit Rahmen
Beschreibung: Es befinden sich jeweils 6 Bilder mit Rahmen auf dem Gemälde. Davon befinden sich zwei links, die parallel untereinander über dem Tisch hängen und eins in der Mitte der Wand über dem Türrahmen. Drei weitere Bilder befinden sich an der Wand des anderen Raumes, der sich hinter den Türrahmen befindet. Die drei Bilder im Mittelgrund sind verschieden groß, wobei es sich bei dem mittleren um das Größte handelt. Sie sind in vergoldete Rahmen gefasst, welche verschiedene Ornamente besitzen. Die Farben der hinteren Bilder sind nicht zu erkennen und wirken eher trüb.
Kulturgeschichtlicher Hintergrund: Ursprünglich waren Bilderrahmen architektonischen Charakters und wurden nur bei Kirchenbildern verwendet. Diese Rahmen waren aus Holz oder aus Marmor und wurden verziert. Im 16. Jahrhundert wurde der architektonische Gebrauch aufgegeben und die Bilderrahmen wurden allgemein für dekorative Zwecke benutzt. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden meist ausschließlich Goldrahmen mit Ornamenten aus Holzschnitzerei verwendet. Mit der Entwicklung weiterer Techniken haben sich auch die Bilderrahmen verändert. Um die Wirkung der Inhalte zu erhöhen wurden sie wesentlich kleiner. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist der Bilderrahmen zum Massenprodukt geworden.
Deutung: Die Größe und die Anzahl der Goldrahmen und ihre vielen Ornamente drücken den Wohlstand der Familie aus. Sie gelten hier der Demonstration von Besitz, von dem man im Biedermeier eher wenig hatte. Die auffälligen goldenen Rahmen dienen, so wie die Blumenvasen auch, zur Dekoration, damit die Wirkung des Raumes in der Eleganz verstärkt wird.