Schwungrad
Beschreibung: Im Hintergrund, zentral gelegen, befindet sich ein großes, rundes Rad. Es ragt über die Arbeiter hinaus und hat mehrere Speichen. Das Rad ist als Schwungrad zu kennzeichnen.
Historischer Kontext: Um ein dauerhaftes, unterbrechungsfreies und gleichmäßiges Drehen zu gewährleisten hat man schon im frühen Altertum Schwungräder verwendet. So wurde in China zum Beispiel ein 6000 Jahre altes Rad entdeckt. Das Schwungrad als Maschinenelement zur Speicherung von Energie findet man zuerst in der Schrift „De diversibus artibus“ von Theophilus Presbyter. Er entwickelte auch funktionsfähige Maschinen. Im Mittelalter setzte man auf hölzerne Schwungräder, die   die Rotation eine längere Zeit aufrechterhalten konnte. In der Industrialisierung wurden die Schwungräder aus Eisen produziert und glichen das nicht konstanten Drehmoment bei Dampfmaschinen und Motoren aus. 1
Deutung: Aufgrund der Intention des Malers, eine realitätsnahe Darstellung einer Fabrik zu zeigen, zeigt er jede Maschine im Detail. Da das Schwungrad die Eisenproduktion erleichtert und verschnellert wird es hervorgehoben. Er möchte     herausstellen, dass das Schwungrad den Prozess am Laufen hält und so ein wichtiger Produktionsschritt ist. Dies verstärkt die Vorstellung der Realität und zeigt dem Betrachter die Arbeitsabläufe der Fabrik. 

1  http://de.wikipedia.org/wiki/Schwungrad

    http://www.wurzelzieher.de/Schwungrad/Geschichte.aspx