Kran an der rechten Seite

Beschreibung: Rechts im Mittelgrund illustriert der Maler einen schwarzen Kran.                        Dieser ist in der Wand verankert und hat einen Haken. Am Kran sind drei Räder befestigt, zwei große, ein kleines, welche die Höhe und die Richtung des Krans bestimmen. Ein Mann macht sich gerade bereit den Kran zu bedienen.

Historischer Kontext: Der Kran wurde schon im 6 Jahrhundert v.Chr von den Griechen erfunden.  Durch die Weiterentwicklung von Kranen durch Flaschenzüge, löste der Kran die Rampe als führende Hebemaschine ab. Der erste schriftliche Beleg ist in den mechanischen Problemen zu finden, die Aristoteles zugeschrieben werden. Bei den Römern wuchs noch einmal die Bedeutung von Kranen, da sie ein reges Bauwesen hatten. Der einfachste römische Kran war ein Drei-Rollen-Zug, welcher aus einem Hebebaum, Seil und Haspel bestand. Die  Römer besaßen auch die Möglichkeit noch größere Lasten vertikal zu transportieren. Nach dem Fall Roms gerieten Krane in Vergessenheit und erlebten erst wieder im Mittelalter eine Blütezeit. Krane machten Transporte kostengünstiger und   wurden mit alten Techniken kombiniert. Es entstanden die ersten Krane mit Steuerrad.1

Deutung: Adolph Menzel wollte einen realitätsnahen Eindruck eines Fabrikarbeitstages darstellen. Deswegen illustrierte er jeden Arbeitsablauf und damit verbunden jede Maschine. Daher kommt es,    dass er einen detailgetreuen Kran darstellt. Er möchte zeigen, dass es eine bestimmte Struktur in der Fabrik gibt und wie jeder Arbeiter eine besondere Arbeit ausführt. Dies führt dazu, dass der Betrachter eine exakte Vorstellung von den Arbeitsabläufen bekommt.

1 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kran

http://www.kranengel.de/geschichte.htm