Zeittafel zur Weimarer Klassik

Diese Zeittafel enthält ausgewählte Daten zur Zeitgeschichte und ausgewählte Angaben zu den Biographien und Werken Goethes und Schillers. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Geschichte

Goethe

Werke Goethes

Werke Schillers

Schiller

1740-1786 Friedrich der Große 28.6.1749 Johann Wolfgang Goethe in Frankfurt/M. geboren
bis 1765 Kindheit und Jugend in Frankfurt 10.11.1759 Johann Christoph Friedrich Schiller in Marbach geboren
1763 begründet der Besuch eines Mozart-Konzertes Goethes lebenslange Begeisterung für dessen Musik
1765 Unterricht im Reiten und Fechten; Lektüre von Klopstocks „Messias" und von Homer
1759-1763 Besetzung Frankfurts durch frz. Truppen im Zuge des 7jährigen Krieges

1765-1768 Jurastudium in Leipzig

Zeichenunterricht bei Oeser, Leiter der Zeichenakademie in Leipzig

Verehrung Winckelmanns

Begegnung mit Ernst Wolfgang Behrisch, Hofmeister und späterer Prinzenerzieher in Dessau

1765 „Oden an meinen Freund" 1766 Umzug nach Ludwigsburg, Besuch der dortigen Lateinschule
Goethe beschäftigt sich mit Pietismus, Magie und Mystik 1768
Erfindung der Dampfmaschine durch James Watt 1769

1770/71 Abschluss des Studiums in Straßburg;

Bekanntschaft mit Johann Gottfried Herder, der ihn auf Shakespeare und auf die Volkspoesie aufmerksam macht

„Rede zum Shakespeare-Tag",

„Mailied" 

„Willkommen und Abschied"

 

1771

1771-75 Rechtsanwalt in Frankfurt 

Reisen an die Lahn und an den Rhein

Freundschaft mit dem Kaufmann und Schriftsteller Johann Heinrich Merck

Rezensionen für die „Frankfurter Gelehrten Anzeigen" 

„Von deutscher Baukunst"

 

1772

Bekanntschaft der Maximiliane von Brentano, geb. LaRoche

häufiger Kontakt zu Dichtern des Sturm und Drang

„Götz von Berlichingen" 1773 Eintritt in die Herzogliche Militär-Akademie (Karlsschule)auf Befehl des Herzogs Karl Eugen, Jurastudium

1773-75 „Urfaust",

„Prometheus"

 „Mahomet"

Rheinreise mit Johann Kaspar Lavater und Johann Bernhard Basedow

Goethe lernt den weimarischen Erbprinzen Karl August kennen, der ihn zusammen mit Karl Ludwig von Knebel in Frankfurt besucht

Goethe wird aufgrund seines Briefromans „Die Leiden des jungen Werthers" mit einem Schlag in ganz Europa berühmt, der Roman löst eine Werther-Manie aus

„Clavigo" 

„Die Leiden des jungen Werthers"

 

1774

April 1775 Verlobung mit Lili Schönemann, im Herbst Auflösung der Verlobung

erste Reise in die Schweiz mit den Brüdern Stolberg, Besuch bei Lavater in Zürich

Einladung des Herzogs Karl August nach Weimar

„Gesang der Geister über den Wassern" 1775 Beginn des Medizinstudiums

7.11.1775 Ankunft in Weimar und Freundschaft mit Herzog Karl August

Aufnahme in den „Weimarischen Musenhof"

 Beginn der zehnjährigen intensiven Freundschaft mit Charlotte vom Stein

Unabhängigkeitserklärung der USA und Erklärung der Menschenrechte

bis 1883 Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg

 

26.4. Goethe erhält das Weimarer Bürgerrecht

11.6. Goethe wird Geheimer Legationsrat mit Sitz und Stimme in der obersten Regierungsbehörde des Herzogtums

14.11. Goethe leitet alle Bergwerksangelegenheiten

Goethe sorgt dafür, dass Herder als Oberhofprediger nach Weimar kommt

Der Herzog schenkt Goethe das Gartenhaus im Park am Stern, in dem er vorläufig wohnt

Klopstock beendet die Beziehung zu Goethe, da er dessen wildes und ausschweifendes Leben gemeinsam mit dem Herzog mißbilligt

Goethe beginnt mit dramatischen Produktionen für das sog. Liebhabertheater

„Wanderers Nachtlied"

„Stella"

„Die Geschwister"

 

1776 Trotz Verbots des Besitzes von belletristischer Literatur in der Akademie liest Schiller alle Werke Shakespeares, Rousseaus und Klopstocks
Die Freundschaft mit Charlotte vom Stein führt zu neuen Werthaltungen Goethes „Harzreise im Winter" 1777
Goethe erhält die Leitung der Neugestaltung des Parks an der Ilm

„Der Fischer"

„Egmont"

„Proserpina"

1778

Goethe übernimmt die Direktion der Weimarischen Kriegs- und Wegebaukommission

Schweiz-Reise mit dem Herzog

September: Ernennung zum Geheimen Rat, d.h. Minister

1779

Goethe macht ausgedehnte Reisen durch Thüringen (Gotha, Ilmenau, Schmalkalden)

Aufnahme in die Freimaurer-Bewegung („Loge Amailia")

„Über allen Gipfeln ist Ruh" 1780 „Versuch über den Zusammenhang der tierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen"

Beendigung des Studiums; Schiller wird Militärarzt,

Entlassung aus der Akademie

 

Beschäftigung mit Anatomie und Vorträge über Anatomie

Teilnahme an den Tischgesellschaften der Herzoginmutter Anna Amalia im Tiefurter Schloß

Goethe entdeckt den Zwischenkieferknochen, der die gemeinsame Entwicklungslinie von Menschen und Säugetieren beweist

 

1781 „Die Räuber"

Goethe wird zum Kammerpräsidenten, d.h. Finanzminister, ernannt

Goethe wird auf Antrag Karl Augusts von Kaiser Joseph II. in den erblichen Adelsstand erhoben

Goethe bezieht das Haus am Frauenplan, das der Herzog ihm später schenkt

zunehmende Entfremdung von Herder und Lavater

Harzreise

„Der Sänger"

„Mignon"

„Der Erlkönig"

„Philomene"

 

1782 „Anthologie auf das Jahr 1782" (Gedichte) Verurteilung zu 14 Tagen Haft wegen einer unerlaubten Reise nach Mannheim

der Herzog verbietet Schiller jegliche dichterische Betätigung;

Schiller flieht und findet eine Anstellung als Bibliothekar in Meiningen

„Grenzen der Menschheit"

„Das Göttliche"

1783

Goethe erhält die Aufsicht über das Steuerwesen in Ilmenau

Harzreise

Reise nach Jena mit Fritz Jacobi und Matthias Claudius, dort Besuch bei Knebel

 

„Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn"

„Über den Ganit" (lehrhafte Abhandlung)

 

1784

„Die Verschwörung des Fiesco in Genua"

„Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet"

 

Schiller wird Mitglied der Kurfürstlichen Deutschen Gesellschaft in Mannheim

Herzog Karl August von Weimar verleiht Schiller den Titel eines Rates

 

Erfindung des mechanischen Webstuhls

Durchsetzung der industriellen Produktionsweise in England

 

Verstärkung der botanischen Studien

Kuraufenthalt in Karlsbad

 

„Nur wer die Sehnsucht kennt"

„Anakreons Grab"

 

1785

„Thalia"

„Ode an die Freude"

 

Schiller lebt bei Christian Gottfried Körner in Leipzig und Dresden

Fluchtartige Abreise aus Karlsbad nach Italien

Aufenthalt in Rom bei dem Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Umgang mit der Malerin Angelika Kauffmann

Beginn des Studiums der römischen Antike

„Iphigenie auf Tauris" 1786

dreimonatige Reise nach Neapel und Sizilien, Besuch des Botanischen Gartens von Palermo

Unterricht im Aquarellieren

1787 „Don Carlos" Aufenthalt Schillers in Weimar: Kontakte mit Charlotte von Kalb, Wieland, Herder, Knebel

Mai 1788 Rückkehr nach Weimar

erste Begegnung mit Christiane Vulpius

endgültiges Zerwürfnis mit Frau vom Stein

Beginn des Zusammenlebens mit Christiane Vulpius

1788

„Die Götter Griechenlands"

„Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande"

 

Reise nach Jena

Aufenthalt in Rudolstadt

erste Begegnung mit Goethe endet mit gegenseitiger Ablehnung

 

Mai 1789 Beginn der Frz. Revolution,

14.7. Sturm auf die Bastille

August Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, Verzicht auf die Adelsprivilegien

Goethe wird Mitglied der Schloßbaukommission,

Beginn der Bekanntschaft mit Wilhelm von Humboldt

Geburt des Sohnes Julius August Walther aus der Verbindung mit Christiane Vulpius

„Torquato Tasso" 1789

„Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?" (Antrittsvorlesung)

„Der Geisterseher" (Romanfragment)

 

Berufung zum unbesoldeten Professor für Geschichte an die Universität Jena

Beginn der Freundschaft mit Wilhelm von Humboldt

Goethe übernimmt die Leitung der Wasserbaukommission

Zweite Italienreise nach Venedig

Erneute intensive Beschäftigung mit Naturwissenschaften

 

„Scherz, List und Rache"

„Venezianische Epigramme"

„Versuch über die Gestalt der Tiere und den Versuch, die Metamorphose der Pflanzen zu erklären"

1790 „Geschichte des Dreißigjährigen Krieges"

Schiller erhält den Titel eines Hofrats

Heinrat mit Charlotte von Lengefeld

 

Demokratische Verfassung in Frankreich, Staatsform der konstitutionellen Monarchie Goethe übernimmt die Leitung des Weimarer Hoftheaters

„Über das Blau" (Teil der Farbenlehr)

„Beiträge zur Optik"

 

1791 „Der Verbrecher aus verlorener Ehre"

Beginn der Kant-Studien

schwere Erkrankung und Kur in Karlsbad

Friedrich Christian von Augustenburg und Graf Ernst von Schimmelmann gewähren Schiller eine dreijährige Pension

20.4. Kriegserklärung der frz. Nationalversammlung an Österreich und Preußen, Beginn der Revolutionskriege

August Gefangennahme und Absetzung des Königs

September: Beginn der Schreckensherrschaft der Jakobiner

20.9.: Kanonade von Valmy: Sieg der Franzosen über die österreichisch-preußischen Invasionstruppen

Teilnahme am Feldzug gegen Frankreich (Kanonade von Valmy)

Goethe verbrennt sein „Kriegs- und Reisetagebuch" von der Teilnahme am Feldzug in Frankreich

Karl August kauft das Haus am Frauenplan, in dem Goethe wohnt, und schenkt es ihm

 

„Der Groß-Kophta" 1792 die frz. Nationalversammlung verleiht Schiller das frz. Bürgerrecht
Teilnahme an der Belagerung von Mainz 1793

„Über Anmut und Würde"

„Über das Erhabene"

„Über die ästhetische Erziehung des Menschen"

„Kalias-Briefe"

Reise durch Schwaben
27.7.: Ende der Schreckensherrschaft durch Sturz und Hinrichtung Robespierres

Juli 1794 Beginn der Freundschaft mit 

Schiller anläßlich eines Gesprächs über die Urpflanze

Reise nach Jena und Besuch bei Schiller

Goethe lernt Hölderlin kennen

Beginn des fast täglichen Briefwechsels mit Schiller

„Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten" (Erzählung)

„Reineke Fuchs"

 

1794

Juli 1794 Beginn der Freundschaft mit Goethe anläßlich eines Gesprächs über die Urpflanze

Reise nach Weimar und Besuch bei Goethe

Schiller macht Goethe mit Hölderlin bekannt

Beginn des fast täglichen Briefwechsels mit Goethe

Direktoriumsregierung in Frankreich: Rückkehr zur gemäßigten Verfassung „Römische Elegien" 1795

„Die Horen" (Zeitschrift)

„Belagerung von Antwerpen"

„Über naive und sentimentalische Dichtung"

Xenien (zusammen mit Schiller)

„Wilhelm Meisters Lehrjahre" (Roman)

1796

Xenien (zusammen mit Goethe)

„Der Musenalmanach" (Zeitschrift)

Balladenwettstreit mit Schiller

Schweizreise

Goethe verbrennt alle bis 1792 erhaltenen Briefe

„Der Gott und die Bajadere",

„Die Braut von Korinth"

„Hermann und Dorothea"

1797

„Der Taucher"

„Der Handschuh"

„Die Kraniche des Ibykus"

Balladenwettstreit mit Goethe
Goethe lernt Novalis und Schelling kennen

„Metamorphose der Pflanzen"

„Propyläen" (Zeitschrift)

1798 „Der Kampf um den Drachen"
9.11.: Staatsstreich Napoleons und Einführung der Konsulatsverfassung 1799

„Wallenstein"

„Die Bürgschaft"

„Das Lied von der Glocke"

 

Umzug der Familie Schiller nach Weimar
14.6.: Sieg Napoleons über Österreich in der Schlacht von Marengo „Vier Jahreszeiten" 1800

Übersetzung von Shakespeares „Macbeth"

„Maria Stuart"

9.2. Frieden von Lunéville: Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich

Reisen nach Göttingen, Kassel und Bad Pymont

Gründung des „Mittwochskränzchens" (Treffen bei Goethe mittwochs nach dem Theater"

„Weltseele"

„Dauer im Wechsel"

 

1801 „Die Jungfrau von Orleans"
Goethe gründet eine Schauspielschule 1802 Schiller erhält den Adelstitel

Reichsdeputations-

hauptschluß: territoriale Umgestaltung Deutschlands durch Säkularisierung und Mediatisierung = Bildung von mittelgroßen Staaten durch Aufhebung der geistlichen Herrschaften und Entschädigung der linksrheinischen Fürsten

„Die natürliche Tochter" 1803

„Wilhelm Tell"

„Die Braut von Messina"

 

Mehrere intensive Gespräche mit Anne Louise Germaine de Stael

Goethe wird zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt (Mitglied der Regierung)

 

1804 „Huldigung der Künste"
Sieg Napoleons im 3. Koalitionskrieg gegen Österreich (Schlacht bei Austerlitz) Achim von Arnim besucht Goethe 1805 Übersetzung von Racines „Phaedra" 9.5.1805 Tod Schillers

Gründung des Rheinbundes (Zwangsbündnis der am Rhein gelegenen deutschen Staaten mit Frankreich)

Niederlegung der Kaiserkrone durch Franz II., Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation,

Napoleon verkündet die Kontinentalsperre gegen England,

Niederlage Preußens in der Schlacht bei Jena und Auerstedt im 4. Koalitionskrieg,

Plünderung Weimars durch die Franzosen

Erneuter Kuraufenthalt in Karlsbad

Goethe heiratet 

Christiane Vulpius

 

1806

Reform der preußischen Staatsverwaltung durch den Freiherrn vom Stein und Friedrich von Hardenberg

Beginn der Bauernbefreiung

Selbstverwaltung der Städte

Besuch von Bettina von Brentano, die seitdem ein Tagebuch über Goethes Leben nach den Erzählungen der Mutter Goethes führt

Beschäftigung mit Kants Schriften

 

1807

Teilnahme am Erfurter Fürstentag und Zusammentreffen mit Napoleon

Napoleon verleiht Goethe das Ritterkreuz der Ehrenlegion

Charlotte vom Stein besucht eine Teegesellschaft Christianes von Goethe

„Faust. Der Tragödie erster Teil" 1808
Bildungsreform in Preußen durch Wilhelm von Humboldt „Die Wahlverwandtschaften" (Roman) 1809
„Zur Farbenlehre" 1810
Goethes zerstreiten sich mit dem Ehepaar Bettina und Achim von Arnim 1811
Heeresreform in Preußen (Gneisenau, Scharnhorst) Bekanntschaft mit Beethoven 1812
Sieg der Befreiungsarmeen über Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig

Goethes langjähriger Bekannter Wieland stirbt

Begegnung mit Zar Alexander I. und Fürst Metternich

Bekanntschaft mit Arthur Schopenhauer

„Gefunden" (Gedicht anläßlich der 25jährigen Verbindung mit seiner Frau) 1813

Kuraufenthalt in Bad Berka,

Rhein-Main-Reise

1814

Niederlage Napoleons in der Schlacht bei Waterloo und Verbannung nach St. Helena

Wiener Kongress: Neuordnung Europas nach Niederlage Napoleons

Gründung der Heiligen Allianz (antirevolutionäres Bündnis Österreichs, Preußens und Rußlands),

Gründung des Deutschen Bundes

Reise nach Köln mit dem Freiherrn vom Stein

Begeisterung für die Gotik und das Projekt der Vollendung des Kölner Doms

Ernennung zum Staatsminister im nunmehrigen Großherzogtum Sachsen-Weimar-

Eisenach

 

„Zahme Xenien I" 1815

Goethe beschäftigt sich mit den Gedichten Lord Byrons

5.6.1816 Tod Christianes von Goethe

 

„Über Kunst und Altertum" (Zeitschrift) 1816
Wartburgfest der liberalen Bewegung in Deutschland

August von Goethe heiratet Ottilie von Pogwisch

Goethe beschäftigt sich mit Studien des Orients

„Urworte. Orphisch" 1817
Verfassungen in Sachsen-Weimar, Bayern und Baden

Lektüre des Koran

Besuch von Hegel

 

1818

Karlsbader Beschlüsse: Maßnahmen gegen liberale und nationale Kräfte in Deutschland

Demagogenverfolgungen

Einstellung der Reformen in Preußen

Besuche von Wilhelm von Humboldt und Schopenhauer

Goethe begeht seinen 70. Geburtstag auf der Reise zwischen Asch und Karlsbad

 

„West-östlicher Diwan" 1819
Achim von Arnim stattet Goethe trotz des Zerwürfnisses einen Besuch ab „Zahme Xenien II" 1820
Beginn des Unabhängigkeitskampfes Griechenlands gegen das Osmanische Reich

Eröffnung des Berliner Schauspielhauses mit einem Prolog Goethes

Beginn der Briefe an Johann Peter Eckermann

 

"Zahme Xenien III" 1821

Tod des Freundes und Weimarer Verlegers Friedrich Justin Bertuch

ab Oktober jeweils dienstags gesellige Abende in Goethes Haus

 

1822
Goethe hält vergeblich um die Hand der jungen Ulrike von Levestzow an „Aussöhnung" 1823

Goethe läßt seine Freunde portraitieren

Beginn der Arbeit an der Herausgabe seiner Korrespondenz mit Schiller

Heinrich Heine besucht Weimar

„Trilogie der Leidenschaft" mit „Marienbader Elegie" 1824

Korrektur der von Eckermann aufgezeichneten „Unterhaltungen mit Goethe"

Goethe ist um 6 Uhr morgens der erste Gratulant zum 50jährigen Regierungsjubiläums Karl Augusts

König Ludwig I. von Bayern schenkt Goethe einen Abguß der Medusa Rondanini

1825

Goethe empfindet sich selbst zunehmend als „historisch"

Entwicklung einer Konzeption der „Weltliteratur"

Vertrag mit dem Verleger Cotta über eine „Ausgabe letzter Hand": Sicherung eines umfassenden Urheberrechts für Cotta gegen ein Honorar von 60.000 Talern

Besuch der Brüder Humboldt

 

1826
Tod Charlottes von Stein 1827
Herzog Karl August stirbt auf der Rückreise von Berlin 1828
Uraufführung des „Faust I" in Braunschweig „Wilhelm Meisters Wanderjahre oder Die Entsagenden" (Roman) 1829

Gedankenaustausch mit Eckermann über die Frage der Einheit Deutschlands

26.10. August von Goethe stirbt in Italien

1830
Goethe macht sein Testament „Dichtung und Wahrheit" (Autobiographie) 1831
22.3. 1832 Goethe stirbt und wird in der Fürstengruft zu Weimar beigesetzt „Faust II" 1832