Novalis (Friedrich von Hardenberg) um 1799

Novalis, eigentlich Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg, (1772-1801), Schriftsteller.

Novalis wurde am 2. Mai 1772 als Sohn des Großgrundbesitzers und Salinendirektors Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg und seiner Frau Auguste Bernhardine im sächsischen Oberwiederstedt (Harz) geboren; dort wuchs er im Umfeld eines strengen Pietismus auf. Zwischen 1790 und 1794 studierte er Jurisprudenz, Mathematik und Philosophie an den Universitäten Jena, Leipzig und Wittenberg. Seine Lehrer waren u. a. Friedrich von Schiller und Karl Leonhard Reinhold (1758-1823), wobei Letzterer ihn mit den Gedanken Johann Gottlieb Fichtes vertraut machte. Zunächst für den preußischen Staatsdienst vorgesehen, wurde Novalis zunächst Aktuarius eines Kreisamtmanns, 1796 dann Akzessist an der Salinendirektion in Weißenfels. Zwei Jahre zuvor hatte er sich ohne Wissen der Eltern mit der 13-jährigen Sophie von Kühn (1783-1797) verlobt, durch deren plötzlichen Tod sein Hang zur Mystik, der sich in seinen Werken niederschlägt, noch verstärkt wurde. Nach 1797 studierte Novalis an der Bergakademie Freiberg Bergwerkskunde, Chemie und Mathematik; ein Jahr später ging er mit Julie von Charpentier seine zweite Verlobung ein. Auch hier kam es nicht zur Hochzeit. 1799 wurde Novalis als Salinenassessor angestellt, um kurz darauf zum Amtshauptmann ernannt zu werden. Nach 1800 lähmte eine Lungenkrankheit seinen weiteren Werdegang: Er starb am 25. März 1801 in Weißenfels.

 

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