Ludwig an Beethoven 1802

Ludwig van Beethoven, (1770-1827), deutscher Komponist, neben Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn einer der Vertreter der Wiener Klassik. Am 17. Dezember 1770 in Bonn geboren, wuchs Beethoven in bescheidenen Familienverhältnissen auf. Als seine musikalische Begabung sichtbar wurde, unterrichtete ihn zunächst sein Vater, ein kurfürstlicher Hoftenor. Seine frühen Werke, die unter Anleitung des Komponisten Christian Gottlob Neefe entstanden, ließen eine außergewöhnliche Begabung erkennen, und es wurde vereinbart, dass Beethoven bei Wolfgang Amadeus Mozart in Wien studieren sollte. 1787 ging Beethoven nach Wien, kehrte allerdings wegen des herannahenden Todes der Mutter nach Bonn zurück. Nach Mozarts Tod im Jahr 1791 kam Beethoven zum zweiten Mal nach Wien (1792) und wurde dort Schüler des Komponisten Joseph Haydn. Kontakte zu Adeligen aus Bonn ermöglichten Beethoven den Zugang zu den Wiener Adelshäusern, wo er immer wieder auftrat und sich als Pianist und Komponist profilierte. 
In diesen Kreisen bewunderte man besonders seine Fähigkeiten in der Improvisation, die vermutlich in die frühen Klavierkompositionen Eingang gefunden haben. In dieser Zeit wurde Beethoven unterstützt von den Fürsten Lichnowsky, Rasumovsky, Esterházy und Lobkovitz. Obwohl anfänglich von Carl Philipp Emanuel Bach, Mozart und Haydn beeinflusst, weist schon sein Frühwerk (bis etwa 1803) den prägnanten Charakter seiner späteren Kompositionen auf. Zuwendungen durch adelige Förderer und die Veröffentlichung seiner Kompositionen ermöglichten Beethoven ein Leben als freischaffender Künstler, was Mozart ein Jahrzehnt zuvor nicht gelungen war. 1796 traten erste Anzeichen eines Gehörleidens auf, das bei Beethoven das Gefühl einer gesellschaftlichen Isolation immer stärker werden ließ. Er verließ Wien nur noch zu Reisen nach Prag, Dresden, Leipzig und Berlin sowie für Badeaufenthalte. Den Sommer verbrachte er in der Umgebung von Wien (meist in Heiligenstadt), im Herbst zog er nach Wien zurück. 1802 offenbarte er in seinem „Heiligenstädter Testament" den Brüdern seine Verzweiflung über die zunehmende Taubheit. Ab 1805 beschränkte er seine Kontakte zunehmend. 1814 trat er zum letzten Mal öffentlich auf.

Um 1818 war Beethoven völlig taub und konnte sich nur noch mit Hilfe kleiner „Konversationshefte" mit seinen Besuchern unterhalten. Sein Schaffen wurde jedoch durch die Taubheit nicht beeinträchtigt. Er zog sich immer mehr zurück, sein Freundeskreis verkleinerte sich stetig. Er starb am 26. März 1827 in Wien an einem Leberleiden. Drei Tage später wurde er auf dem Währinger Friedhof beigesetzt; eine große Trauergemeinde nahm Anteil. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, im Jahr 1888, wurden seine sterblichen Überreste auf den Wiener Zentralfriedhof überführt.

Ludwig van Beethoven über Goethe 

Die Verehrung, Liebe und Hochachtung, welche ich für den einzigen unsterblichen Goethe von meinen Jünglingsjahren schon hatte, ist immer mir geblieben ...

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