Karl August Herzog von Sachsen-Weimar, Kupferstich von Johann Heinrich Lips um 1780.- In: Thomas Kopfermann, Dietrich Steinbach, Epochenzentrum Weimar - Jena, Leipzig 2002 

Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, (1757-1828), Herzog (seit 1758) bzw. Großherzog (seit 1815). Karl August wurde am 3. September 1757 in Weimar geboren. Bis 1775 stand er unter der Regentschaft seiner Mutter Anna Amalia und wurde von u. a. Wieland erzogen; 1774 schloss er Bekanntschaft mit Goethe, der maßgeblich dazu beitrug, dass das Fürstentum, vor allem die Städte Jena und Weimar, zum Zentrum der kulturellen Entwicklung in Deutschland wurde. Karl August berief die Größen des deutschen Geisteslebens – neben Goethe u. a. Herder und Schiller – nach Weimar und agierte als aufgeklärter absolutistischer Fürst, der sich der gesellschaftlichen Entwicklung nicht verschloss. 1816 erließ er eine Verfassung, gestattete der Universität Jena die Lehrfreiheit und gab den Burschenschaften, die er 1817 das Wartburgfest abhalten ließ, Spielraum zur Entfaltung. 1819 zwangen ihn die Karlsbader Beschlüsse, die Freiheiten einzuschränken. Außenpolitisch folgte er der Führung Preußens, musste sich 1806 jedoch dem von Napoleon I. abhängigen Rheinbund anschließen. Er beteiligte sich an den Befreiungskriegen (1813/14 und 1815) und wurde dafür auf dem Wiener Kongress 1815 mit der Würde eines Großherzogs belohnt. Karl August starb am 14. Juni 1828 in Graditz bei Torgau.

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