Johann Heinrich Tischbein

Johann Heinrich Tischbein (1751-1829)

Angeregt durch seinen Vetter, den Maler Johann Lilly (1705-1792) in Hamburg, wandte sich Johann Heinrich Tischbein bald der Historienmalerei zu. Durch einen Onkel, den Maler Anton Tischbein (1730-1804), wurde er zum Studium in Italien ermutigt. 1773 lebte er in Kassel, zog dann nach Berlin und wurde ein gesuchter Porträtist. Von 1779 bis 1781 hielt er sich wieder in Italien auf.

Durch die Freundschaft mit Johann Kaspar Lavater und angeregt durch dessen Schriften zur Physiognomik kam Tischbein nach Weimar. 1783 ermöglichte der Weimarer Hof eine erneute Italienreise. Die Begegnung mit Johann Wolfgang von Goethe führte zu einer lange andauernden Freundschaft. 1787 entstand in Rom das Gemälde „Goethe in der Campagna". Bis heute ist dieses Goetheporträt für die Goethevorstellung prägend geblieben.

1789 wurde Tischbein zum Akademiedirektor in Neapel berufen und kehrte 1799 nach Kassel zurück. Ab 1808 war er Hofmaler in Eutin, wo er auch verstarb.

Tischbein, Goethe in der Campagna

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