Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer, (1788-1860), deutscher Philosoph. Schopenhauer wurde am 22. Februar 1788 als Sohn eines angesehenen Kaufmanns und der später als Schriftstellerin bekannt gewordenen Johanna Schopenhauer in Danzig geboren. Nach dem Willen des Vaters ursprünglich zum Kaufmann bestimmt, begann er 1809 an der Universität Göttingen ein Studium der Medizin, das er jedoch bald aufgab, um sich der Philosophie zuzuwenden. 1811 ging er nach Berlin, wo er Schüler von Friedrich Schleiermacher und Johann Gottlieb Fichte wurde. In Jena promovierte er 1813 mit der Abhandlung „Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde". 1816 veröffentlichte er in Konkurrenz zu Goethe eine Farbenlehre mit dem Titel „Über das Sehen und die Farben", das bereits die grundlegenden erkenntnistheoretischen Positionen des späteren Werks widerspiegelt. Schopenhauers Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung" erschien im Jahr 1819. In der Folgezeit unternahm er eine Italienreise. Von 1820 bis 1831 war er ebenso wie G. W. F. Hegel, jedoch mit weit geringerer Resonanz, an der Universität Berlin als Dozent tätig. Nach Ausbruch einer Choleraepidemie, der Hegel zum Opfer fiel, ließ Schopenhauer sich in Frankfurt am Main nieder, wo er, durch eine Erbschaft finanziell abgesichert, bis zu seinem Tod zurückgezogen als Privatgelehrter lebte. Hier widmete er sich der Abfassung seiner Schriften und u. a. dem Studium der buddhistischen und hinduistischen Philosophie und der Mystik, wobei er besonders durch die Mystiker Meister Eckhart und Jakob Böhme beeinflusst wurde. Arthur Schopenhauer starb am 21. September 1860 in Frankfurt am Main.

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