Der Dirigent Hermann Scherchen

Leonid P. Radin/Hermann Scherchen, Brüder, zur Sonne, zur Freiheit

Leonid Radin schrieb dieses Lied 1897 während seiner Haftzeit in einem zaristischen Gefängnis nach einer bekannten russischen Volksweise. Der Dirigent Herrman Scherchen lernte das Lied in der russischen Kriegsgefangenschaft 1917 während der Oktoberrevolution kennen. Er schrieb daraufhin den deutschen Text und machte nach seiner Rückkehr 1918 diese Arbeiterhymne in Deutschland bekannt.

Brüder, zur Sonne, zur Freiheit,

Brüder, zum Lichte empor.

Hell aus dem dunklen Vergangnen

leuchtet die Zukunft hervor!

 

Seht, wie der Zug von Millionen

endlos aus Nächtigem quillt,

bis eurer Sehnsucht Verlangen

Himmel und Nacht überschwillt.

 

Brüder, in eins nun die Hände,

Brüder, das Sterben verlacht:

Ewig der Sklav'rei ein Ende,

heilig die letzte Schlacht!

 

Brechet das Joch der Tyrannen,

die uns so grausam gequält.

Schwenket die blutrote Fahne

über die Arbeiterwelt!

 

Brüder, ergreift die Gewehre,

auf, zur entscheidenden Schacht!

Dem Kommunismus die Ehre,

ihm sei in Zukunft die Macht!

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