Ende Mai des Jahres 1832 versammelten sich fast 30 000 Menschen aller gesellschaftlichen Schichten auf dem Hambacher Schloß bei Neustadt an der Haardt in der Pfalz. Es sollte eine Gedenkfeier zum Jahrestag der bayerischen Verfassung von 1818 werden - für die damalige Zeit eine ungeheure Massenveranstaltung von Studenten und Kleinbürgern, Handwerkern und Bauern. Vertreter liberaler Vereine aus Mitteldeutschland, dem Elsaß, aus Baden und Hessen trafen sich mit den heimischen Pfälzern und zogen hinauf zum Hambacher Schloß. Aus dem Volksfest wurde eine politische Demonstration. In schwungvollen Reden wurde ein „einiges deutsches Vaterland" gefordert. Einige verlangten die Beseitigung der Fürsten, auch Stimmen zur sozialen Not und zur Unterdrückung der Arbeiter wurden laut. Zu einer unmittelbar revolutionären Handlung konnten sich die Teilnehmer des Hambacher Festes nicht entschließen. Man hoffte, daß diese große Willenskundgebung des Volkes für sich spräche und ihre Wirkung nicht verfehlen würde.
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